Mit dem Domainnamen micha.de habe ich nicht nur Freude. Klar, fast jeder kann sich eine Adresse in micha.de gut merken, aber da jeder Hinz und Kunz Michael oder Michaela heisst, führt das dazu, dass eben jeder Michael oder jeder Michaela glaubt, in micha.de eine Wegwerfadresse zu haben. Getreu dem Motto "Die Domain gehört mir ja nicht, da kann der Empfänger ja den Spam bekommen". Natürlich könnte ich mich auf eine Email-Adresse reduzieren alle anderen ankommenden Emails in den Datenorkus schicken. Dagegen spricht, dass ich für wirklich jeden Dienst eine eigene Email in micha.de habe. Eine Adresse ist ebay@, die nächste amazon@ und so weiter und so fort. So sehe ich schon am Empfänger, ob meine Email-Adresse weiter verkauft wurde. In so einem Fall "blackliste" ich die Email. Damit ich mit den Emailadressen aber wirklich Problemlos arbeiten kann, fange ich (im Moment) alle Emails mit einem Catchall ein. Normaler Spam wird sehr zuverlässig heraus gefiltert, so dass ich mit Spam kein Problem habe. Aber mit den Emails, die irgemichaelndwelche Dienste an @micha.de schicken.
Seit kurzem bekomme ich Email von einem Musikservice. Ich habe keine Ahnung, um was es da geht, aber ich nehme das mal zum Anlass, herauszufinden, *wer* da meine @micha.de verwendet.
Also mal auf die Seite des Musikservices gegangen. Quietschiges Bonbon blau. Den Login? Kenne ich nicht. Also auf "Passwort vergessen" geklickt. Oh. Glücklicherweise muss ich nur eine Email-Adresse angeben, an die die Daten geschickt werden sollen. Na. Die habe ich doch. 2 Minuten später sind die Daten da: der Benutzername und ein neues Passwort. Gut. Der Evil-Michael, der meine Domain bisher verwendet hat, sollte nun nicht mehr in den Account kommen. Schade. Ich bin jedenfalls drin. Mal aus "Mein Profil" geklickt. Oh. Vorname "Michael", na, DAS hätte ich ja kaum anders erwartet. Der angegebene Nachnahme passt auch gut zur von ihm genutzen Adresse. Sehr gut. Im Profil stehen auch seine Daten. Schön sauber mit Anschrift. Telefon ist nicht dabei, aber das bekomme ich raus.
Kurz bei telefonbuch.de geschaut und eine Telefonnummer gefunden, die ins selbe Haus geht, scheint aber seinem Vater zu gehören…
Was mache ich dann damit? Rufe ich ihn an? Soll ich ihm eine Rechnung stellen? Ideen bitte als Kommentar.
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Also mal anrufen mal um eine Erklärung bitten, das hätte schon was. Auf die Antwort wäre ich echt gespannt. Gerade, weil er am Telefon -- im Gegensatz zu einer Email -- keine Zeit hat, sich in irgendeiner Weise vorzubereiten.
Während des Telefonates kann man ihm ja eine kostenpflichtige Email-Adresse auf micha.de anbieten.
Ich würde auch anrufen und einen auf formal machen. Ich erinnere mich da gerade an diesen alten "Teleterror", wo jemand bei einem recht jungen CounterStrike Spieler anruft, sich als Valve ausgibt und ihm vorwirft, gecheatet zu haben. Er droht ihm dann mit Geldstrafen an seine Eltern bis der Junge anfängt zu weinen.
Das könnte ich jetzt nicht durchziehen, aber etwas in dieser Form würde den Emailadressendieb sicherlich erfolgreich davon abbringen, Deine Adressen weiterhin anzugeben