Gestern zum ersten mal in der AOL-Arena gewesen. Ich hatte schon nicht mehr dran geglaubt -- weder im Vorfeld, noch während des Spiels -, aber der HSV hat das Spiel dann doch noch gedreht, obwohl kurz nach dem 1:2 die Mannschaft wieder einzubrechen drohte. Doch nach tollem Kampf hat der HSV endlich mal wieder ein Spiel gewonnen. Zu recht. Leider waren die Zuschauer in den ersten 30 Minuten sehr zurückhaltend. 10 Minuten vor dem Ende hätte ich kein Spieler von ZSKA Moskau sein wollen, das Stadion hat den HSV sprichwörtlich nach vorne geschrien. Gänsehaut!
Was mir aber zu denken gibt, ist Timothee Atouba. Gut, er mag ja leicht verletzt sein, aber schon zu Beginn der Partie gestern macht er seine Ballspielertricks *im* eigenen Strafraum. Für jemanden, der verletzt ist, ist so ein Verhalten *sehr* verantwortungslos. Dann der Strafstoss. Er hat ihn verursacht. Warum? Weil der Gegner im Strafraum an ihm vorbei gelaufen ist? Foult man dann? Bei spitzem Winkel zum Tor? Ich bin sicherlich kein Trainer, aber da würde mir schon die Hutschnur hochgehen. Beim 1:2 durch ZSKA ging Atouba meiner Auffassung nach auch eher zur Seite als zum heraneilenden Gegenspieler. Das sieht für mich nach Arbeitsverweigerung aus. Fast so, als habe er "innerlich gekündigt".

Doch woher kommt das? Eine Vermutung ist, dass TA mit den Gehaltverhandlungen mitt August nicht zufrieden war und nun mit angezogener Handbremse fährt.

Mit seinen zweifelsohne brillianten Tricks mag er viele Fussballbegeisterte beeindrucken und begeistern, ich bekomme immer Herzrasen und Schweissausbrüche, wenn ich ihn im eigenen Strafraum am Ball sehe. Der HSV braucht hinten keinen Zauberer, bitte lasst Atouba gehen.

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